Female Empowerment in Indiens Textilindustrie – ShaktiMats Produktionsmitarbeiterin erzählt

Die Produktionsmitarbeiterin der Gratitude Factory in Varanasi macht sich fertig, um ihren Arbeitstag zu beginnen.

Es ist der Monat der Neuanfänge, des Frühlings und der Frauenrechte. Wie seit über hundert Jahren gehen Menschen auf der ganzen Welt am internationalen Frauentag auf die Straße. Um sich für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzen.

Wie wir unseren Beitrag für die Rechte aller Frauen und Mädchen leisten – über den Monat der Frauengeschichte hinaus? Das erzählt dir Aarti Devi. Die 30-jährige Inderin ist eine von circa achtzig Kolleginnen in unserer Gratitude Factory. Unsere Produktionsstätte in Varanasi, Indien, in der jede Akupressurmatte in liebevoller Handarbeit entsteht, in der ausschließlich Frauen arbeiten und so ihr Leben selbstbestimmter und finanziell unabhängig führen können.

Wo liegen die Ursprünge des Frauentags und was bedeutet der Monat der Frauengeschichte?

Bis heute werden Menschen – aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung – diskriminiert. Um dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen, schlossen Frauen sich überall auf der Welt schon vor Jahrhunderten zusammen, um für ihre Rechte einzustehen. Seit 1975 gilt der 8. März übrigens als „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“. Aber bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts plädierte die damalige Frauen- und Arbeiterinnenbewegung für einen gesonderten Tag, an dem sich Frauen global für humanitäre Rechte, wirtschaftliche Chancengleichheit, politische Ziele einsetzen. Heruntergebrochen bedeutet das, dass sie sich gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen – bis heute. Und der Kampf für eine gerechtere Welt geht weiter. Denn in vielen Teilen der Welt ist die Rolle der Frau gesellschaftlich immer noch geringer geschätzt als die des Mannes. Selbst bei einer fairen Gesetzeslage ist die Umsetzung in die Realität meist der schwierigere Teil der Arbeit. Doch daran können wir als Individuen etwas ändern: Wir alle müssen umdenken, um veraltete, (unterbewusst) anerzogene oder selbst auferlegt Verhaltensmuster und Denkweisen kritisch hinterfragen, uns austauschen, neue Wege und Lösungen suchen und offen sein für Neues und Unbekanntes und zuhören.  

„Wir können nicht erfolgreich sein,
wenn die Hälfte von uns zurückgehalten wird.“
– Malala Yousafzai
Friedensnobelpreisträgerin und Kinderrechtsaktivistin

Wie leben Frauen in Indien und welche Rechte haben sie?

Die Rechte von Frauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind in Indien offiziell anerkannt. Trotzdem gilt das demokratische Land als das gefährlichste für Frauen weltweit. Warum ist das so?

Der Unterschied zwischen gesetzlichen Regelungen wie die von Regierungen, der UN und EU spiegeln leider häufig immer noch nicht die Realität wider. Für Frauen in Indien ist die gesellschaftliche Geringschätzung und -stellung der Frau ein anhaltendes Problem, welches Diskriminierung auf unterschiedlichsten Ebenen zulässt. Denn sie gründet nicht „nur“ im Geschlecht, sondern auch aufgrund ihrer Kaste, Klasse, sexueller Orientierung oder (religiöser) Traditionen.

Ein Beispiel: Jahrhundertelang war es üblich, dass Familien bei der Heirat ihrer Tochter so genannte Mitgiften an die Familie des Ehemanns zahlen mussten. Obwohl das Gesetz Mitgiften seit 1961 verbietet, ist sie noch immer sehr verbreitet. Häufig sind die Zahlungen eine große, finanzielle Belastung für die Familie der Braut. Mitgift-Streitigkeiten in indischen Familien führen immer wieder dazu, dass Frauen misshandelt, verstoßen oder sogar getötet werden.

Ein Blick auf die wirtschaftliche Stellung von indischen Frauen:

In der exportstarken Textilindustrie des Landes liegt der Frauenanteil der Arbeiterinnen bei ca. 70 % – je nach Region sogar darüber hinaus. Trotz dessen, dass so viele Frauen eine Beschäftigung in dieser Branche finden, sind die Arbeitsbedingungen oft miserabel. Gehälter belaufen sich unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Der Gender Pay Gap (geschlechtsspezifischer Gehaltsunterschied) in der indischen Bekleidungsindustrie beträgt etwa 39 %.

Zuhause bei Familie Devi. Aarti bereitet Frühstück für ihren Mann, ihre Kinder und ihre Schwiegermutter zu.

Zuhause bei Familie Devi. Aarti bereitet Frühstück für ihren Mann, ihre Kinder und ihre Schwiegermutter zu.

Wie ShaktiMat sich für indische Frauen einsetzt und warum Female Empowerment am Arbeitsplatz/in der Wirtschaft so wichtig ist?

Im Sinne von „de jure“ – also nach geltendem Recht – treten immer stärkere Verordnungen in Kraft, die die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit schützen sollen. Damit dies auch in der Realität ankommt, sind wir als globale Gesellschaft gefragt. Wir haben uns deshalb die Frauenförderung nicht nur auf die Fahne geschrieben; sie ist unser Grundstein, unsere Philosophie, unser Warum.

Das beginnt bereits beim Namen: Das Wort ‘Shakti’ kommt aus dem Sanskrit und steht für die weibliche Urkraft, die von Mitgefühl, Kreativität und einer nährenden Qualität geprägt ist. Unsere Hoffnung ist es, dass sich alle, die mit einer unserer Matten in Kontakt kommen, mit dieser Energie verbunden fühlen. Es war daher eine bewusste Entscheidung, unsere Matten in einer Produktionsstätte herstellen zu lassen, in der ausschließlich Frauen für das Doppelte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn arbeiten. Momentan beschäftigen wir um die 80 Frauen.

Die rein weibliche Belegschaft soll die Frauen nicht nur vor potentieller Belästigung und physischer wie psychischer Gewalt am Arbeitsplatz schützen (wie es in herkömmlichen Fabriken der indischen Textilindustrie schreckliche Realität ist), sondern ihnen ein sicheres Unterstützer*innennetz bieten. Vielen der Mitarbeiterinnen wurde die Aufnahme der Arbeit in der Gratitude Factory außerdem nur dadurch gestattet, dass keine Männer dort arbeiten.

Warum ist ein Arbeitsplatz für indische Frauen und ihre Familien wichtig?

Seit unserer Gründung im Jahr 2006 hatten wir eine Vision: Einen Ort zu schaffen, der Frauen unterstützt, finanziell unabhängig zu sein und sich so selbst versorgen zu können. Zeit, wieder zu diesem Ort zurückzukehren – zu den Frauen, die deine Matte in 100 % Handarbeit hergestellt hat. Es ist wichtig, deren Geschichten zu erzählen. Um Aufmerksamkeit auf ihre Situation zu lenken und andere Frauen zu inspirieren.

Eine unserer Mitarbeiterinnen der Gratitude Factory in Varanasi – Aarti Devi – nahm uns einen Tag lang mit, um uns und dir einen Einblick in ihren Alltag zu geben. Das ist ihre Geschichte:

ShaktiMat: Bitte stell dich vor.

Aarti Devi: Mein Name ist Aarti Devi. Ich bin 30 Jahre alt.

SM: Wer gehört alles zu deiner Familie?

AD: Ich lebe zusammen mit meinem Mann, meinen drei Kindern und meiner Schwiegermutter. Mein Mann ist wie ich berufstätig. Die Kinder gehen zur Schule und meine Schwiegermutter bleibt zu Hause.

SM: Hattet ihr jemals finanzielle Schwierigkeiten zu Hause?

AD: Ja, ich habe finanzielle Schwierigkeiten zu Hause. Manchmal – besonders in der Regenzeit – kommt es vor, dass mein Mann keine Arbeit bekommt. Er ist Maler und streicht Häuser. In dieser Zeit ist es schwierig für ihn, Arbeit zu finden.

SM: Woher hast du von unserer Produktionsstätte in Varanasi erfahren?

AD: Ich kam immer zum Einkaufen auf den lokalen Markt. Dann habe ich das Plakat gesehen, das vor der ShaktiMat-Fabrik hing. Ich hatte mich schon einmal beworben. Da gab es keine freie Stelle. Nachdem ich das Plakat gesehen und mit den Leuten hier gesprochen hatte, bewarb ich mich erneut. Seitdem arbeite ich hier.

SM: Wie hat sich dein Leben verändert, seitdem du in der Gratitude Factory arbeitest?

AD: Mein Leben hat sich sehr verändert. Zuvor musste ich mit wenig Geld auskommen, was sehr schwierig war. Ich habe genäht und hatte keine festen Aufträge. Ich musste sogar auf den Feldern arbeiten, aber das war unregelmäßig. Seit ich hier arbeite, kann habe ich ein regelmäßiges Einkommen.

SM: Wie gefällt dir die Arbeit hier?

AD: Ich mag es sehr. Im Urlaub fehlt mir die Arbeit sogar. Seit ich hier arbeite, kann ich fast alle Bedürfnisse meiner Familie und Kinder erfüllen. Ich muss niemanden mehr um etwas bitten. Da ich hier arbeite, habe ich etwas Geld gespart, das ich für meine eigenen Ausgaben verwenden kann. Ich muss nicht einmal meinen Mann fragen und kann das Geld für meine Kinder und mich ausgeben. Es wird für den Haushalt verwendet. Sei es, um etwas für die Kinder zu kaufen oder für Lebensmittel. Keiner von uns behält es als solches. Nun ist es egal, ob mein Mann Geld verdient oder nicht, weil ich unsere Ausgaben durch meinen Verdienst tragen kann. Außerdem habe ich ein Unterstützungssystem, weil ich etwas verdiene.

SM: Erzähle uns doch etwas über deinen Tagesablauf. Wie startest du in den Tag bevor du in die Gratitude Factory kommst?

AD: Ich wache auf und putze zuerst das Haus. Dann reinige ich die Chulha und koche. Danach wecke ich alle auf, bereite meine Kinder für die Schule vor, gebe meiner Familie Frühstück und schicke sie zur Arbeit und zur Schule. Dann esse ich, wasche die Utensilien ab, mache mich fertig und komme hierher zur Arbeit.

SM: Und was ist Ihre Routine bei der Arbeit?

AD: Ich komme hierher und nähe die Matten. Manchmal, wenn die Nachfrage nach den Matten größer ist, helfe ich auch beim Reparieren der Scheiben.

SM: Wie lange brauchen Sie, um eine Matte zu bearbeiten?

AD: Ich brauche mindestens 20 Minuten, um eine Matte zu bearbeiten. Ich arbeite auf mindestens 30 Matten am Tag. Ich mag die Tatsache, dass ich am Ende des Tages so viele Matten genäht habe.

SM: Wie unterstützt das Unternehmen die Belegschaft?

AD: Ich bekomme hier ein kostenloses Mittagessen und wenn wir krank sind, erhalten wir Medikamente oder bekommen Hilfe durch den ShaktiMat Emergency Fund. Wir können hier Urlaub nehmen, aber sie ziehen den Lohn nicht ab, das ist eine gute Sache. Solche Leistungen sind sehr hilfreich für uns. Ich weiß nicht, ob ich die gleichen Sozialleistungen und das gleiche Geld bekommen würde, wenn ich woanders arbeiten würde. Deshalb habe ich nicht das Gefühl, diesen Ort jemals verlassen zu wollen.

SM: Es gibt einen Stipendienfonds für die Töchter aller Mitarbeiterinnen.

AD: Genau! Meine Tochter ging zusammen mit meinen beiden anderen Kindern auf eine staatliche Schule. Durch das Stipendium geht sie auf eine englische Mittelschule und ich bin so glücklich darüber. Es ist wie ein wahr gewordener Traum. Wenn meine Tochter früher andere Kinder sah, die auf eine bessere Schule gingen, sagte sie immer, dass sie auch eine Uniform tragen, im Schulbus fahren und in dieser Schule lernen wollte. Früher konnte ich ihr das nicht ermöglichen, aber jetzt ist ihr und mein Traum, sie auf eine bessere Schule zu schicken, wahr geworden.

Durch das Stipendienprogramm von ShaktiMat kann Aartis älteste Tochter eine Privatschule besuchen, um eine bessere Bildung zu bekommen.

SM: Wie findest du es, dass die hier hergestellten Matten in andere Länder gehen, und die Menschen profitieren davon, wenn sie diese Matten benutzen.

AD: Ich habe das Gefühl, dass unsere harte Arbeit anderen hilft, ihre Schmerzen zu lindern. Und deshalb fühle ich mich glücklich, dass ich diese Matte herstelle.

SM: Fühlen sich andere Frauen, die Sie zur Arbeit kommen sehen, inspiriert und wollen hier arbeiten?

AD: Viele der Frauen in meiner Nachbarschaft arbeiten sogar hier mit mir. Andere wiederum haben das Gefühl, dass sie durch die Arbeit auf den Feldern mehr Zeit zu Hause verbringen können, anstatt in die Fabrik zu kommen. Und wieder andere haben kleine Kinder, so dass sie nicht hierher zur Arbeit kommen können.

SM: Wie viele Frauen sind Ihnen hierher gefolgt?

AD: Es sind fast 7-8 Frauen aus Narottampur, die sich angeschlossen haben, nachdem sie mich hier arbeiten sahen. Wie Geeta di, Meena di und es gibt auch viele andere Mädchen.

SM: Frauen aus jeder Kaste und Religion kommen hierher und arbeiten zusammen. Wie ist das deiner Meinung nach?

AD: Ich arbeite hier sehr gerne, weil die Leute nicht nach Kaste und Religion differenzieren. Wir essen sogar von den Tellern der anderen und sind zufrieden, dass hier niemand diskriminiert. Draußen in der Gesellschaft unterscheiden die Menschen vielleicht, aber innerhalb des Teams tun wir das nie. Es ist eine harmonische Umgebung. Wir arbeiten wie eine Familie. Wir teilen die Sorgen und das Glück des anderen und helfen uns auch gegenseitig bei der Arbeit.

SM: Wie genau sieht dieses Teamwork aus?

AD: Wenn jemand krank wird und ihre Arbeit nicht beenden kann, dann teilen wir ihre Arbeit und beenden sie.

SM: Welche Botschaft hast du zum Schluss für all eure Kund:innen?

AD: Wir machen die Matten für sie und zu ihrem Nutzen und das macht uns große Freude.

SM: Dankeschön!

(Anm. d. Red.: Original-Interview ins Deutsche übertragen.)

Wir hoffen, dass wir dir zusammen mit Aarti einen kleinen Einblick in die Realität von Frauen in Indiens Norden geben konnten. Diskutiere gerne mit anderen in unserer Akupressur-Facebook-Gruppe darüber, was du über die Herstellung der Akupressurmatte hältst, ob dich unsere Kolleginnen in Varanasi zum Female Empowerment Month 2021 inspirieren konnten und welche Tipps du gegen Diskriminierung hast.

Mehr über unsere weiteren sozialen und gemeinnützigen Projekte erfährst du hier.

Foto der Autorin Jasmin Elliott

Über die Autorin

Ich bin Jasmin. Content Creator aus Leidenschaft – mit betriebswirtschaftlichem Verstand. Als Deutsch-Amerikanerin bin ich in Franken aufgewachsen, habe bed bugs im Big Apple erlebt, Paraglide-Flüge in Argentinien überlebt und mein Herz ans kreative Berlin verloren.

Ich bin fasziniert von Kulturen und ihren Eigenheiten und interessiert an einem nachhaltigen und gesunden Lebensstil sowie den Themen Zukunftsforschung, Digitalisierung und dem Phänomen, wie Trends entstehen.
Außerdem hat mich seit einigen Jahren das Yoga-Fieber gepackt. Die Yogamatte kommt deshalb immer mit – zum Beispiel auf unzählige Roadtrips durch Europa mit meinem Freund, meinem kleinen Cocker Spaniel und hoffentlich bald mit dem eigenen Camper Van.

Quellen:

  • https://www.welthungerhilfe.de/informieren/themen/women-empowerment/
  • https://www.ccl.org/articles/leading-effectively-articles/7-reasons-want-women-workplace/
  • https://www.dgb.de/schwerpunkt/internationaler-frauentag-weltfrauentag
  • https://www.planet-wissen.de/kultur/asien/indien/pwiefraueninindien100.html
  • https://praxistipps.focus.de/frauenrechte-indien-soziale-stellung-und-benachteiligung_117977
  • https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/wo-wir-helfen/asien/indien/gewalt-frauen-indien
  • https://www.hss.de/news/detail/frauen-in-indien-zwischen-emanzipation-und-tradition-news4024/
  • https://www.vfstiftung.de/die-situation-von-frauen-in-indien/
  • https://www.spiegel.de/panorama/indien-wie-geht-es-frauen-hier-ein-mann-hat-einen-film-darueber-gedreht-a-62afd1ef-286a-4ef3-ad23-8bd4ec923efe
  • https://www.forbes.com/sites/shelleyzalis/2019/03/06/power-of-the-pack-women-who-support-women-are-more-successful/?sh=73b4c11f1771
  • https://femnet.de/informationen/laender-und-arbeitsbedingungen/indien.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Varanasi
  • https://praxistipps.focus.de/frauenrechte-indien-soziale-stellung-und-benachteiligung_117977
  • https://www.hss.de/news/detail/frauen-in-indien-zwischen-emanzipation-und-tradition-news4024/
  • https://www.vfstiftung.de/die-situation-von-frauen-in-indien/
  • https://www.spiegel.de/panorama/indien-wie-geht-es-frauen-hier-ein-mann-hat-einen-film-darueber-gedreht-a-62afd1ef-286a-4ef3-ad23-8bd4ec923efe
  • https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/frauen-indien-wahlrecht-gleichberechtigung-wahlbeteiligung-mitbestimmung-feminismus
  • https://www.sistersforchange.org.uk/wp-content/uploads/2019/03/SFC-Munnade-Report-FINAL-080616-copy.pdf
  • https://media.business-humanrights.org/media/documents/files/documents/CS_INDIA_20198029.pdf