Soforthilfe bei Übelkeit und Schwindel mit Akupressur und Co.

 Frau benutzt Akupressurmatte gegen Schwindelgefühl

Während der Autofahrt zu lange nach unten geschaut. Zu schnell hochgeschreckt als der Wecker klingelt. Den fettigen Sonntagsbraten bei Oma nicht vertragen oder plötzlich Migräne… Die Liste der Situationen ist schier endlos, in denen uns häufig übel und / oder schwindelig wird.
Schnelle Linderung kann in solchen Momenten bereits ein wenig Fingerspitzengefühl bringen – mit Selbstakupressur. Welche “Knöpfe” du am besten drücken kannst, um dabei zu helfen, deinen Kreislauf zu stabilisieren und das unschöne Körpergefühl loszuwerden, erfährst du in diesem Artikel. Plus: Extra Tipps, was deinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringen kann.

Was sind die Ursachen von Übelkeit und Schwindel?

Die beiden unangenehmen Zustände können einzeln oder in Kombination situationsbedingt auftreten – beispielsweise durch Nervosität, Verdauungsstörungen, Beschwerden im Unterleib und Verschlucken von Chemikalien oder Giften, Arzneimitteln oder Alkohol. Aber auch Stress ist ein ausschlaggebender Faktor.
Andererseits können Krankheiten wie Magenkrebs, Gastritis, Magengeschwüre, Meningitis und Diabetes Auslöser für (anhaltende oder häufig wiederkehrende) Übelkeit und Schwindelgefühle sein.

Ganz wichtig: Wenn dir sehr häufig oder immer öfter übel oder schwindelig ist und du zum Beispiel zusätzlich Fieber oder Schweißausbrüche hast, solltest du schnellstmöglich ärztlichen Rat einholen. So kannst du ausschließen, dass sich eine ernsthafte Erkrankung hinter den Symptomen versteckt bzw. bekommst eine passende, individuelle Behandlungsmethode verschrieben. Damit es dir schnell wieder besser geht!

Was hilft gegen Übelkeit und Schwindel?

Doch häufig reicht es, auf ein paar einfache Mittel zurückzugreifen, um sich im Moment des Unwohlseins selbst zu helfen. Du willst wissen, was du konkret tun kannst, um schnell und schonend etwas gegen situationsbedingte Übelkeit und Schwindel zu tun? Einige Hausmittel und Methoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) können deine Beschwerden lindern und den Körper bei der Selbstheilung unterstützen:

Achtsamkeitspraxis für innere Balance und Wohlbefinden in der Natur

Innere Balance gegen Übelkeit und Schwindel – ShaktiMat

Hilfe mit Selbstakupressur:

Ein Tipp schon einmal vorab – gerade wenn du gerade nach schnellen Maßnahmen suchst: Du musst nicht alle Punkte anwenden, damit es dir besser geht. Oft reicht es schon, wenn ein oder zwei der Stellen angesteuert werden. Egal, für welche du dich entscheidest, solltest du doch auf folgendes achten: Lege oder setze dich bequem hin, atme tief und regelmäßig in den Bauch. So bringst du bereits die Durchblutung deines gesamten Körpers in Schwung. Und sei bitte immer behutsam mit dir und deinem Körper. Drücke nicht auf schwache Bandscheiben oder gebrochene Knochen. Oft reicht es bereits aus, einen bestimmten Punkt länger zu berühren, statt Druck auszuüben. Höre hier immer auf dein Bauchgefühl und achte darauf, was sich angenehm anfühlt.

Welche heilenden Punkte gibt es gegen Übelkeit?

“Akupressur kann bei Übelkeit helfen, insbesondere dann, wenn diese durch körperliche oder seelische Störungen verursacht ist oder verschlimmert wird.”, erklärt Michael Reed Gach – Gründer des „Acupressure Institute“ in Kalifornien und Autor mehrerer Bücher zum Thema Akupressur. Diese Methode kann laut dem Experten außerdem bei der Reisekrankheit, (morgendlicher) Übelkeit während der Schwangerschaft sowie einer Magengrippe gute Dienste leisten.

Diese Energiepunkte kannst du gegen Übelkeit und Reisekrankheit anwenden:

  • Schritt 1: Dü 17 (liegt in der Vertiefung zwischen dem Ohrläppchen und der Spitze des Kieferknochens) eine Minute lang leicht mit den Kuppen der Mittel- und Zeigefinger drücken und dazu tief atmen.
  • Schritt 2: Drücke die Punkte P5 und P6 kräftig nacheinander. Das bedeutet: Platziere den rechten Daumen drei Fingerbreit von der Mitte der linken Handgelenksfalte und drücke auch hier eine Minute. Danach übst du eine weitere Minute mit dem Daumen zwei Fingerbreit von der Handgelenksfalte Druck aus. Wiederhole das Ganze auf dem anderen Handgelenk.
  • Schritt 3: Halte als nächstes den Punkt Mi 16 mit gekrümmten Fingern wieder eine Minute lang fest. Du findest ihn in einer Linie mit den Brustwarzen am unteren Rand des Brustkorbs. Schließe dabei deine Augen und atme tief durch.

Ist dir immer noch übel, kannst du barfuß die heilenden Punkte Ma 36, Le 3 und Ma 45 stimulieren.
Übrigens verwendet beispielsweise die Uniklinik Greifswald in der Anästhesie sogar eine ähnliche Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin: “Im Rahmen von Studien konnte nachgewiesen werden, dass Akupunktur am Handgelenk gegen Übelkeit nach Operationen hilft. Dabei werden die Nervenbahnen-Signale zum Hirnstamm und zum sogenannten Brechzentrum gesendet. Das durch Narkose- und Schmerzmittel irritierte Brechzentrum kann so beruhigt werden. Die Information wird über den Nervus Vagus an den Magen weitergeleitet.” (Deutsche Familienversicherung)

Welche Akupressur-Punkte können bei Schwindel helfen?

  • Schritt 1: Wenn du das Gefühl hast, ohnmächtig zu werden oder dir schwindelig wird, ist der LG 26 (Punkt zwischen Oberlippe und Nase) einer der berühmtesten Wiederbelebungspunkte für sofortige Hilfe. Er wird auch Mitte des Menschen genannt und gilt als Wiederbelebungspunkt aus der Ersten Hilfe. Übe mit deinem Zeigefinger oder dem Fingerknöchel Druck auf diesen Punkt aus und halte ihn eine Minute lang gedrückt, während du wieder tief ein- und ausatmest. Diese Stimulation wirkt auf die Harmonisierung des Körpers ein und bringt ihn schneller wieder ins Gleichgewicht.
  • Schritt 2: Danach kannst du die Punkte B 23 und B 47 angehen. Diese findest du am Rücken auf Höhe der Taille zwei und vier Fingerbreit von deiner Wirbelsäule entfernt. Um sie zu stimulieren, einfach die Hände zu Fäusten ballen und die Knöchel über den Punkten schnell auf- und abwärts bewegen.
  • Schritt 3: Abschließend ziehst du noch deine Schuhe aus und reibst die rechte Ferse eine Minute kräftig an den “Dreimeilenpunkt” Ma 36 am linken Bein, vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe und einen außerhalb des Schienbeins. Das Ganze wiederholst du wieder auf der anderen Seite. Dieser Prozess wirkt sehr belebend und kräftigt die gesamten Körpersysteme. Du bringst deinen Körper quasi (wieder) in Schwung.
  • Schritt 4: Zu guter Letzt kannst du dich noch dem Le 3 auf dem linken und rechten Fußrücken widmen. Dazu reibst du mit beiden Mittel- und Zeigefingern in der Senke zwischen der großen und zweiten Zehe – nein, nicht eine Minute, sondern diesmal dreißig Sekunden lang.

Frische Luft und Bewegung für einen klaren Kopf

Wenn die Übelkeit nach der Selbstakupressur weiter anhält, kann ein Spaziergang an der frischen Luft Wunder wirken. Schwinge dazu noch locker die Hände seitlich. Diese Bewegungen sorgen dafür, dass sich dein Magen beruhigt.
Extra Tipp: Lege dich nicht flach hin! Denn das verschlimmert den Schwindel und die Übelkeit.
Vielleicht kann auch ein wenig Achtsamkeitspraxis in einem schönen Fleckchen Natur oder gemütlich bei dir zuhause helfen. Wie durch einen kurzen Yoga-Flow wie in diesem Video: 

Lebensmittel gegen ein flaues Gefühl im Magen und Schwindel

Um deinen Organismus nicht weiter zu belasten, sollte man zu den richtigen Lebensmitteln greifen. Vor allem, wenn du dich wegen fettigen Speisen oder Alkohol schlecht fühlst. Greife am besten zu leichter Kost wie Zwieback. Entspanne dich bei einer lauwarmen Tasse Tee (beispielsweise Kamillen-, Pfefferminz- oder Fencheltee zur Beruhigung des Magens). Altbewährt sind auch Bitterstoffe wie in Ingwer: Die unterdrücken oder neutralisieren nämlich den Brechreiz. Als Tee oder Gingerale entfaltet sich die positive Wirkung.

Das Universitätsklinikum Münster empfiehlt unter anderem folgende Ernährung bei Übelkeit:

  • Kleine Portionen
  • Kalte und geruchsneutrale Speisen wie Kartoffeln oder Knäckebrot (werden besser vom Körper toleriert)
  • Leicht verdauliches Gemüse wie Zucchini und Karotten
  • Brühe mit Reis oder Nudeln sowie Suppen
  • Viel Flüssigkeit! Zum Beispiel durch gekühlte und sprudelnde Getränke wie Mineralwasser oder Cola

Was du vermeiden solltest, wenn dir unwohl ist:

  • Greife lieber nicht zum Lieblingsessen. Sonst besteht die Gefahr, dass du die Übelkeit damit assoziierst und eine Abneigung entwickelst.
  • Süßes, fettiges, stark gesalzenes oder gebratenes Essen

Entspannung und Ruhe gegen stressbedingte Übelkeit und Schwindelgefühle

Leider fördern ein schnelllebiger Alltag sowie außergewöhnliche Zeiten wie das Jahr 2020 mit immer neuen Herausforderungen oft zu stressbedingter Übelkeit und Schwindel. Fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Schwindelpatient*innen leiden unter dem sogenannten somatoformen Schwindel. Das bezeichnet Schwindelgefühle, die durch psychischen Stress ausgelöst werden. (Pharmazeutische Zeitung) Hier liegen also keine körperlichen Ursachen vor. Das Gleichgewichtsorgan oder das Großhirn sind also nicht beschädigt. Wenn du dich auch immer wieder in solch stressigen Situationen wiederfindest und dein Körper rebelliert, lohnt es sich, generell einen Gang runter zu schalten und sich zu entspannen.

Ein Mittel, was entspannend wirken kann, ist die ShaktiMat: Benutzer*innen berichten, dass oft bereits nach der ersten Anwendung bzw. den ersten Minuten der Anwendung ein wohliges, entspanntes Gefühl aufkommt und beim Einschlafen hilft.
So wie Julia M. Sie berichtete in unserer Facebook-Gruppe, dass sie ihre orangene ShaktiMat auch benutzt, wenn ihr übel ist:

Redaktion: Julia, was ist der Auslöser dafür, dass dir manchmal schlecht oder schwindelig ist?

Julia M.: Auslöser sind grundsätzlich Kopfschmerzen, die gerne mal zur Migräne übergehen. Bei Migräne habe ich überwiegend mit Übelkeit zu kämpfen

Redaktion: Wie benutzt du in solchen Momenten deine Matte, damit es dir besser geht?

Julia M.: Ich nehme ungern Medikamente. Dann warte ich oft zu lang bis zu dem Punkt, an dem dann [zum Beispiel] eine Ibuprofen schon gar nicht mehr hilft. Stattdessen habe ich mich einfach mal mit Minzöl auf den Schläfen auf die ShaktiMat gelegt. Und es lindert die Übelkeit. Die Migräne ist zwar nicht zu hundert Prozent weg, aber es lindert meine Schmerzen.

Redaktion: Hast du noch einen generellen Tipp aus deinen Erfahrungen? Wie benutzt du die Matte im Allgemeinen?

Julia M.: Generell benutze ich die Matte gern für Verspannungen im Nackenbereich und LW-Bereich. Mit Musik zum Entspannen. Bis man vom eigenen Schnarchen wach wird. ;-) Sie hilft meinem psychischen Wohlbefinden sehr!

Das Akupressurkissen kann auch im Sitzen benutzt werden.

Akupressur als Soforthilfe gegen Übelkeit und Schwindel – ShaktiMat

Mehr über die Wirkung und Funktionsweise der „modernen Art der Fakirmatte“ kannst du in unserem Artikel über die Akupressurmatte lesen.

Wenn dir also das nächste Mal flau und schwindelig wird, weil sich die Welt etwas zu schnell dreht: Nimm dir ein paar Minuten Auszeit vom Alltag. Lege oder setze dich bequem auf die Matte. Schließe die Augen. Atme tief durch und finde heraus, ob auch du den Entspannungseffekt der Matte fühlen kannst. Kleiner Tipp: Vermeide es, ganz gerade am Rücken zu liegen. Das könnte die Übelkeit und das Schwindelgefühl verstärken und das wollen wir ja schließlich nicht! Lege dich lieber etwas erhöht. Beispielsweise indem du die Matte über eine Sofa- oder Stuhllehne platzierst. Probiere es aus und erzähl uns von deinen Erfahrungen – zum Beispiel in unserer Facebook Gruppe!

Alles in allem heißt es bei Übelkeit und Schwindelgefühl also: Schnelle Hilfe muss her! Du weißt, wo die Symptome herrühren? Dann halte dich an diese Regeln: Entspann dich und atme tief und regelmäßig durch. Gib deinem Körper die Nahrung, die ihm guttut. Und unterstütze ihn, alle Systeme wieder ins Lot zu bringen. Unsere Community berichtet, dass beispielsweise die Verwendung der Akupressurmatte oder die gezielte Penetration einzelner Akupressurpunkte helfen können. Wenn du dir nicht sicher bist, woher deine Beschwerden kommen und sie anhalten, solltest du aber niemals zurückschrecken, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
In jedem Sinne: Gute Besserung!

Quellen:

Über die Autorin

Ich bin Jasmin. Content Creator aus Leidenschaft – mit betriebswirtschaftlichem Verstand. Als Deutsch-Amerikanerin bin ich in Franken aufgewachsen, habe bed bugs im Big Apple erlebt, Paraglide-Flüge in Argentinien überlebt und mein Herz ans kreative Berlin verloren.

Ich bin fasziniert von Kulturen und ihren Eigenheiten und interessiert an einem nachhaltigen und gesunden Lebensstil sowie den Themen Zukunftsforschung, Digitalisierung und dem Phänomen, wie Trends entstehen.